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Familienliste

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Pachycephalosauria

   

Pachycephalosauria

 

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Index - Familien der Saurier / Dinosaur familys

 

Artenverzeichnis der:

Vögel

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Dinosaurier

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Information

 

 

 

 

Die Pachycephalosauria ("Dickschädelechsen") waren meist relativ kleine Ornithischier der späten Kreidezeit. Funde belegen, dass sie nur auf der Nordhalbkugel der Erde verbreitet waren. Sie waren allesamt Pflanzenfresser und bewegten sich biped fort. Ihr auffälligstes Merkmal ist die massive Schädelkuppe, das aus dem Stirnbein (Frontale) und dem Scheitelbein (Parietale) gebildet wurde. Darüber hinaus gibt es häufig knöcherne Noppen oder Stacheln rund um den Schädel. Die Pachycephalosauria sind in zwei Untergruppen gegliedert: Die Homalocephalidae besaßen ein flaches Schädeldach und große Supratemporalfenster (obere Schädelfenster in der Schläfenregion), die Pachycephalosauridae ein kuppelförmiges Schädeldach und geschlossene beziehungsweise kleine Supratemporalfenster aufwiesen.

Schädel des Stegoceras

Schädel des Prenocephale

Schädel des Tylocephale

Schädel des Stegoceras

Schädel des Prenocephale

Schädel des Tylocephale

Es sind von den Pachyephalosauria oft nur schlecht erhaltene Fossilien entdeckt worden, diese bestehen meistens aus Teilen des Schädels oder des Schädeldaches. Die Zähne Im vorderen Teil des Oberkiefers waren stiftähnlich und leicht gebogen, die Zähne im hinteren Teil waren recht klein und besaßen dreieckige, etwas gezackte Kronen. Der Zähne im Unterkiefer, welcher nur von wenigen Arten bekannt ist, ähnelten denen des Oberkiefers. Vollständige Schädel oder das Skelett sind nur von wenigen Spezies bekannt, so dass viele Angaben über diese Gruppe auf Vermutungen basieren.
Funktion der Schädelkuppe
Die Funktion der verdickten Schädelkuppe wird stark debattiert. Es wird vermutet, dass die Tiere sich mit den Köpfen rammten wie die heutigen Bergziegen und Moschus-Ochsen. Auch wird diskutiert, dass Pachycephalosaurier ihren Kopf, Hals und Körper waagerecht in einer Linie halten konnten, um so die Wucht des Aufpralls bei Kopfstössen besser abfangen zu können. Aber in keinem bekannten Dinosaurier kann der Körper in eine solche Position gebracht werden. Stattdessen beschrieb der Hals eher eine "S"- oder "U"-förmige Kurve.
Der Forscher Hans-Dieter Sues formulierte erstmals die Vermutung, die Tiere stießen mit dem Kopf in die Flanken ihrer Artgenossen. Diese Theorie wurde von Kenneth Carpenter später damit neu begründet, da bei einigen Pachycephalosauriern wie Stygimoloch die Aufprallfläche einfach zu klein war. Auch Schiebeduelle mit den Schädeln sind daher denkbar.
Eine Untersuchung von Mark Goodwin und John Horner kam zu dem Ergebnis, dass die Schädel dieser Tiere mit feinen Blutgefäßen durchzogen waren und daher für Stoss- oder Schiebeduelle denkbar ungeignet waren. Vermutlich dienten die Schädel und die Stacheln nur dem Imponieren oder der Identifikation innerhalb einer bestimmten Art.
Eric Snively und Andrew Cox kommen in einer Analyse aus dem Jahr 2008 zu dem Schluß, dass die verdickten und kuppelartig gewölbten Schädel einiger Gattungen als Hinweis für das aneinander Rammen von Köpfen oder das Stoßen mit dem Kopf in die Flanke gewertet werden kann. Die Schädeldecken konnten beträchtliche Stoßkräfte bei bestimmten Aufprall-Geschwindigkeiten aushalten, die dabei auftretenden Drücke und Spannungen wurden effizient über die dorsalen Teile des Schädels verteilt, bevor sie das Hirn erreichten. Größere Wölbungen des Schädels erlaubten auch größere Stoßkräfte. Die hornigen Schädel-Bedeckungen unterschiedlicher Dicke deuten auf eine Verminderung der Kraft- und Energie-Übertragung auf den darunter liegenden Knochen hin. Dies würde demnach die Möglichkeit zu Rammstößen bei Pachycephalosauriern sowohl mit flachen wie auch mit gewölbten Schädeln zulassen, insbesondere bei geringen Aufprall-Geschwindigkeiten.
Juvenile Arten
Im Jahr 2009 veröffentlichten John Horner und Mark Goodwin eine Studie über die Entwicklungsstadien des Schädels des Pachycephalosaurus. Demnach stellen die bisher als Stygimoloch und Dracorex beschriebenen Arten lediglich juvenile Formen des Pachycephalosaurus dar. Computertomografie und mikroskopische Analysen von Knochenproben ergaben ein nach Ansicht der Forscher eindeutiges Bild: Pachycephalosaurus und Stygimoloch gehören auf jeden Fall zur gleichen Art. Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei Stygimoloch mit seinem hohen, aber schmalen Schädelhöcker um ein subadultes Tier, quasi einen „Teenager“. Noch nicht verschmolzene Knochennähte und Wachstumsgewebe deuten auf ein zur Todeszeit noch andauerndes Wachstum hin.
Die morphologische Analyse von Dracorex ergab hingegen Indizien für ein noch jüngeres Alter. Der flache Schädel des Dracorex mit Knoten an der Vorderseite und kleinen Hörnchen auf der Rückseite ist verdickt, aber ohne den aufgewölbten Frontoparietalknochen. Dies bestätigt nach Meinung der Forscher, dass es sich hier um einen jungen Pachycephalosaurus handelt. Eine Studie aus dem Jahr 2010 von Nick Longrich und Kollegen unterstützt sogar die These, dass alle flach-dickköpfigen Tiere juvenile Formen der kuppelförmig-dickköpfigen Pachycephalosaurier darstellen. Zu diesen Arten könnten auch Goyocephale und Homalocephale gehören.

Genus:

Taxon:

Pachycephalosauria (Maryanska & Osmólska, 1974)
. Homalocephale
. Wannanosaurus
. Texacephale
- Goyocephala
-. Goyocephale
-- Pachycephalosauridae
--. Alaskacephale
--. Amtocephale
--. Colepiocephale
--. Hanssuesia
--. Pachycephalosaurus (Typ)
--. Stegoceras
--. Tylocephale
--- Pachycephalosaurinae
---. Prenocephale
 

Ornithischia
- Cerapoda
- Marginocephalia
- Pachycephalosauria

Pachycephalosaurus

Pachycephalosaurus © Mineo Shiraishi

 
 
 
 
 
 
 

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